Düngemittelzulassung

Alle Produkte, die nicht den in der Düngemittelverordnung oder Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 2003 über Düngemittel  vorgesehenen Typenbestimmungen entsprechen bzw. nicht vorgesehene Ausgangsstoffe enthalten, müssen gemäß § 9a Düngemittelgesetz 1994 zugelassen werden.

Das Bundesamt für Ernährungssicherheit ist in Österreich für die Zulassung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Pflanzenhilfsmittel und Kultursubstraten (im Folgenden Produkt genannt) zuständig. Entspricht ein Produkt einem in der Düngemittelverordnung 2004 beschriebenem Typ, dann ist keine Registrierung erforderlich.

Entspricht hingegen ein Produkt aufgrund seiner Zusammensetzung, Gehalts an Inhaltsstoffen oder Ausgangsmaterialien nicht einem in der Düngemittelverordnung 2004 beschriebenem Typ, dann besteht die Möglichkeit einer Zulassung per Bescheid gemäß § 9a Düngemittelgesetz 1994.

Im Antragsformular sind alle Punkte angeführt, die für die Beurteilung bei bescheidmäßiger Zulassung durch das Bundesamt nötig sind. Sollten Sie erstmals ein Produkt auf den österreichischen Markt bringen, dann ist dies dem Bundesamt mittels Meldeformular anzuzeigen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) Düngemittel

Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel sind Produkte nach österreichischem Düngemittelrecht. Diese Produkte müssen einem Typ der österreichischem Düngemittelverordnung 2004 idgF entsprechen. EG Düngemittel müssen einem Typ der EG Verordnung 2003/2003 entsprechen.
hier finden Sie die Gesetzliche Grundlagen.

Wer beabsichtigt, gewerblich Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel in Verkehr zu bringen, hat dies vor Aufnahme der Tätigkeit der zuständigen Behörde (=Bundesamt für Ernährungssicherheit) zu melden. Für die Meldung ist das Formular Antrag Düngemittelgesetz zu verwenden.

Unter Inverkehrbringen ist das Einführen, das Befördern, das Vorrätighalten zum Verkauf, das Feilhalten, das Verkaufen und jedes sonstige Überlassen im geschäftlichen Verkehr zu verstehen. Dem Inverkehrbringen steht die Abgabe in Genossenschaften oder sonstigen Personenvereinigungen für deren Mitglieder gleich.

Der Begriff des "Herstellers" betrifft eine natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Europäischen Gemeinschaft, die für das In-Verkehr-Bringen als Erzeuger,  Importeur, ein für eigene Rechnung tätiger Verpacker oder sonstige Person, welche die Merkmale eines Produkts hinsichtlich Kennzeichnung, Verpackung, Zusammensetzung oder auf andere Weise verändert, verantwortlich ist; Dagegen gilt der Vetrieb/ein Vertriebshändler, der die Merkmale des Düngemittels nicht verändert, nicht als Hersteller.

Alle Produkte, die über keine düngemittelrechtliche Zulassung in einem EU-Staat verfügen, und keinem Typ der Düngemittelverordnung 2004 BGBl. Nr.100/2004 i.d.g.F. entsprechen, oder nicht als „EG-Düngemittel“ entsprechend der VO(EG) 2003/2003 i.d.g.F. in Verkehr gebracht werden dürfen. Weitere Informationen siehe Zulassung sowie die entsprechenden Formulare.

Produkte, die in einem EU-Staat rechtmäßig erstmals in Verkehr gebracht worden sind, können in Österreich (und in allen anderen EU-Staaten) in Verkehr gebracht werden. Für das in Verkehr bringen in Österreich ist eine im Ursprungsland gültige Deklaration (Kennzeichnung) in deutscher Sprache notwendig. Auf Verlangen der zuständigen österreichischen Behörde, dem Bundesamt für Ernährungssicherheit, ist eine Konformitätsbestätigung des Ursprungslandes mit Bezug habender Kennzeichnung vorzulegen.

Als Serviceleistung bietet die AGES GmbH, Institut für Nachhaltige Pflanzenproduktion, Abteilung Bodengesundheit und Pflanzenernährung eine Kennzeichnungsüberprüfung gegen Gebühr an.
Hier finden Sie die entsprechenden Tarifinformationen der AGES.

Die Gebühren für amtliche Tätigkeiten des Bundesamtes für Ernährungssicherheit nach § 18 des Düngemittelgesetzes 1994 finden Sie im aktuellen Düngemittelgebührentarif. Bei Zuwiderhandlungen gegen das Düngemittelgesetz findet der Kontrollgebührentarif Anwendung.

Bitte kontaktieren Sie uns per E-mail unter duengemittel@baes.gv.at oder unter der Telefonnummer +43 (0)5 0555-34110.

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