Gemüse

Auch bei Gemüse können alte bzw. seltene Sorten, die traditionell an besonderen Orten und in besonderen Regionen angebaut werden und von genetischer Erosion bedroht sind, zugelassen und Saatgut vermarktet werden. Dabei handelt es sich in erster Linie um Sorten, die landwirtschaftlich genutzt wurden bzw. werden (z. B. Feldgemüsebau).

Material, das nicht für die wirtschaftliche Nutzung vorgesehen und an sich ohne Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken ist, unterliegt vor allem aus Gründen des Verbraucherschutzes minimalen gesetzlichen Regelungen: Die Sorten werden registriert, so dass sichergestellt wird, dass es sich um eine Pflanzengenetische Ressource im Sinne der Richtlinie und eine als solche definierte Sorte handelt. Die KonsumentInnen können damit einerseits Information dazu erhalten und deren Authentizität nachvollziehen und werden damit andererseits vor Täuschung geschützt. Die Vermarktung dieses Saatgutes erfolgt in Kleinpackungen.

 

Richtlinie 2009/145/EG der Kommission vom 26. November 2009
mit Ausnahmeregelungen für die Zulassung von Gemüselandsorten und anderen Sorten, die traditionell an besonderen Orten und in besonderen Regionen angebaut werden und von genetischer Erosion bedroht sind, sowie von Gemüsesorten, die an sich ohne Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken sind, aber für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet werden, sowie für das Inverkehrbringen von Saatgut dieser Landsorten und anderen Sorten

 

(Europäische Rechtsvorschriften können Sie unter eurlex.europa.eu/de/index.htm aufrufen. EUR-LEX kann nicht gewährleisten, dass die online abrufbaren Fassungen eines Dokuments genau der amtlichen Fassung entsprechen. Nur die in der Papierausgabe des Amtsblatts der Europäischen Union veröffentlichte Fassung der Rechtsakte der Europäischen Union ist verbindlich.)

 

Die bezughabende Durchführungsrichtlinie wurde in den Amtlichen Nachrichten des Bundesamtes für Ernährungssicherheit kundgemacht.

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