Registerprüfung

Die Registerprüfung (DUS-test) dauert zwei Jahre und wird an ein bis zwei Orten durchgeführt. Sie erstreckt sich auf zahlreiche botanisch-morphologische Pflanzen- und Kornmerkmale. Die zusammengefassten Ergebnisse münden in einen Technischen Prüfbericht sowie in eine botanische Sortenbeschreibung.


Eine Sorte ist unterscheidbar (Distinctness), wenn ihre Pflanzen sich in der Ausprägung wenigstens eines Merkmals von Pflanzen jeder anderen Sorte eines Vertrags- oder Mitgliedstaates unterscheiden (§ 47 SaatG, vereinfacht).
Eine Sorte ist homogen (Uniformity), wenn ihre Pflanzen, von wenigen Abweichungen abgesehen, in der Ausprägung der maßgebenden Merkmale hinreichend gleich sind (§ 48 SaatG, vereinfacht).
Eine Sorte ist beständig (Stability), wenn die Ausprägung ihrer maßgebenden Merkmale nach wiederholter Vermehrung unverändert ist (§ 49 SaatG, vereinfacht).

Diese Kriterien der Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit erscheinen für die praktische Landwirtschaft weniger relevant, sind aber Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Sorten- und Saatgutsystem und werden in den meisten europäischen und vielen außereuropäischen Staaten in ähnlicher Weise durchgeführt. Durch eine systematische Erhaltungszüchtung sorgt der Züchter dafür, dass die Sorte homogen und beständig bleibt.

In Österreich ist die Registerprüfung neben dem Saatgutgesetz 1997 als Teil der Sortenzulassung auch im Sortenschutzgesetz 2001 im Rahmen des Sortenschutzverfahrens geregelt.

 

Weitere Auskünfte zur Sortenzulassung und Sortenschutz finden Sie in unserem Fragenkatalog "Häufig gestellte Fragen (FAQs)".

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