Sortenzulassung

Wo finde ich die Darstellung des Verfahrens der Sortenzulassung?

Diese finden Sie hier: http://www.baes.gv.at/pflanzensorten/zulassung/allgemeines/

Welche Sorten landwirtschaftlicher Arten sind für den Anbau in Österreich zugelassen?

In Österreich sind alle Sorten landwirtschaftlicher Arten, die in der Österreichischen Sortenliste (siehe http://www.baes.gv.at/pflanzensorten/oesterreichische-sortenliste/) aufgeführt sind, für den Anbau zugelassen. Für diese Sorten liegen zudem umfangreiche mehrjährige heimische Ergebnisse  österreichischer Prüfstandorte vor (siehe Österreichische Beschreibende Sortenliste http://www.baes.gv.at/de/pflanzensorten/oesterreichische-beschreibende-sortenliste/), die eine nachhaltige umweltschonende Produktion ermöglichen. Der Anbau anderer im EU-Sortenkatalog gelisteten Sorten dieser Arten wäre in Österreich grundsätzlich möglich. Man muss aber darauf hinweisen, dass dabei auf Grund fehlender offizieller Resultate heimischer Versuche ein deutlich höheres Anbaurisiko für die Landwirte besteht.

Ist eine direkte EU-Sortenlistung möglich?

Nein, eine direkte Sortenlistung für landwirtschaftliche Sorten ist nur über eine nationale Sortenlistung in einem EU-Mitgliedsstaat möglich, weil hierzu auch eine Wertpürfung notwenig ist.

Wer führt die Sortenzulassung von Landsorten und anderen Sorten landwirtschaftlicher Arten ("Erhaltungssorten") sowie von Gemüselandsorten und von Gemüsesorten, die für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet wurden, durch und wie teuer ist das?

Die Sortenzulassung dieser Sorten wird auf Antrag von BAES/AGES gemäß RL 2008/62/EG und RL 2009/45/EG durchgeführt und gemäß Sortenordnung vergebührt (siehe dazu auch http://www.ages.at/themen/landwirtschaft/sorte/gebuehrenvergleich-erhaltungssorten-zuchtsorten/)

Dürfen in Österreich GVO-Sorten angebaut werden?

In Österreich dürfen GVO-Sorten definitiv nicht angebaut werden. Saatgut bestimmter Arten (z.B. Mais, Raps, Sojabohne) wird im Sortenzulassungsverfahren gemäß Saatgut-Gentechnik-Verordnung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20001731 ) repräsentativ auf Verunreinigungen/Unbedenklichkeit untersucht.

Worin besteht der Nutzen einer heimischen Sortenzulassungsprüfung?

Im Zuge der nationalen Sortenzulassungsprüfung wird der Landeskulturelle Wert neuer Sorten gemäß Saatgutgesetz 1997 (http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011033) als Zulassungsvoraussetzung festgestellt, wobei agronomische Kriterien, Ertrag, vielfältige Qualitätsparameter für die verarbeitende Industrie und Resistenzeigenschaften für eine möglichst nachhaltige und umweltfreundliche Produktion dieser Sorten evaluiert werden.   

Welche Voraussetzungen muss eine Sorte erfüllen, damit sie zugelassen wird?

Bei Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten sind normalerweise fünf Voraussetzungen nötig: Unterscheidbarkeit

  • Homogenität
  • Beständigkeit
  • Landeskultureller Wert und
  • Eine eintragbare Sortenbezeichnung

Bei Erhaltungssorten und Gemüse entfällt das Erfordernis des landeskulturellen Wertes.

Welche Anmelde- und Saatguteinsendetermine gelten für die Sortenzulassungsprüfung?

Die Anmelde- und Saatguteinsendetermine richten sich nach  der Saisonalität der jeweiligen Kulturart und werden je nach Kultutart den bisherigen Antragstellern mit der jeweilig anstehenden Saatgutbestellung frühzeitig bekanngegeben.

Was ist die Registerprüfung und wo finde ich allgemeine Informationen dazu?

Eine abgeschlossene Registerprüfung ist Voraussetzung sowohl für die Sortenzulassung als auch die Erteilung eines Sortenschutzes. Die Registerprüfung prüft eine Sorte auf ihre Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit. Für die Erteilung eines Sortenschutzes ist zusätzlich die Neuheit einer Sorte sowei eine eintragbare Sortenbezeichnung Grundvoraussetzung.

 

 

Siehe hierzu: http://www.baes.gv.at/pflanzensorten/zulassung/registerpruefung/

Wie werden Prüforte und Vergleichssortimente in der Sortenwertprüfung festgelegt?

Die Sortenwertprüfung soll unter möglichst praxisnahen Bedingungen erfolgen. Daher folgen die Prüfstandorte  dem Anbaugebiet der betreffenden Kulturart. Das Vergleichssortiment soll den züchterischen Fortschritt widerspiegeln, eine ausreichende genetische Variation in den Sortenmerkmalen bieten und in der Praxis bedeutende Sorten miteinschließen.

Was kostet die Sortenzulassungsprüfung?

Die Sortenzulassungsprüfung setzt sich aus der Anmeldegbühr, der Registerprüfung (siehe dort), der Kulturart spezifischen zwei- bis dreijährigen Wertprüfung und dem Prüfbericht zusammen.

Diese finden Sie im Sortenordnungsgebührentarif unter: http://www.baes.gv.at/amtliche-nachrichten/gebuehrentarife/saatgutgesetz/.

Wo finde ich die aktuellen Technischen Fragebögen (Anlage zum Antrag auf Sortenzulassung und Sortenschutz)?

Siehe hierzu: http://www.baes.gv.at/formulare/saatgutgesetz/sortenzulassung/

Wohin kann ich mich mit speziellen Fragen zur Sortenzulassung und zum Sortenschutz wenden?

Bitte kontaktieren Sie uns per E-mail bzgl. des Sortenschutzes unter saatgutbaes.gvat bzw. bzgl. der Sortenzulassung unter  sortenwesenbaes.gvat  oder unter der Telefonnummer +43(0)5 0555-34901.

nach oben