Verfahrensablauf

Die Zulassung wird vom Bundesamt für Ernährungssicherheit per Bescheid ausgesprochen. Grundlage der Zulassung bilden Bewertungsberichte und Gutachten der Expertinnen und Experten der AGES aus den Bereichen Toxikologie, Rückstandsverhalten, Umweltverhalten und Ökotoxikologie, Wirksamkeit und Phytotoxizität sowie physikalisch-chemische Eigenschaften.

Auf Basis der Ergebnisse der Risikobewertung werden vom Bundesamt für Ernährungssicherheit im Zulassungsbescheid Maßnahmen zur Risikominderung vorgeschrieben und die diesbezügliche Produktkennzeichnung der Pflanzenschutzmittel festgelegt. Die Kriterien für die Kennzeichnung sind für alle Chemikalien und somit auch für Pflanzenschutzmittel durch EU-Richtlinien festgelegt, die in Österreich mit dem Chemikaliengesetz und den darauf beruhenden Verordnungen umgesetzt sind (Einstufung, Risikosätze, Sicherheitshinweise). Als weitere Maßnahmen zur Risikominderung, die vom Anwender umzusetzen sind, werden beispielsweise Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern zum Schutz von aquatischen Nichtzielorganismen, Einschränkungen der Anwendung bei blühenden Kulturpflanzen zum Schutz der Bienen oder Wartezeiten, die zwischen letzter Behandlung und Ernte einzuhalten sind, vorgeschrieben. Die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels wird auf die Dauer von maximal 10 Jahren ausgesprochen. Eine Verlängerung der Zulassung ist nur nach einer neuerlichen umfassenden Bewertung nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Technik möglich.

 

Welche Unterlagen von den Antragsstellern vorzulegen sind, ist in der Verordnung (EG) 1107/2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln EU-weit einheitlich geregelt.

 

Für Anträge auf Zulassung sind die vom Bundesamt für Ernährungssicherheit für die einzelnen Zulassungsverfahren erstellten Formulare zu verwenden.

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