Pflanzengesundheit: Erweiterung der phytosanitär kontrollpflichtigen Waren ab 1. Juni 2018

Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) informiert über den Durchführungsbeschluss (EU) 2018/638 der Kommission, durch den es zu Änderungen in den Anhängen der EU-Richtlinie 2000/29/EG kommt und unter anderem eine Erweiterung von phytosanitär kontrollpflichtigen Waren bei der Einfuhr umgesetzt wird.

Folgende landwirtschaftliche Waren sind ab 1. Juni 2018 phytosanitär kontrollpflichtig  und müssen bei der Einfuhr aus einem Drittland von einem Pflanzengesundheitszeugnis des Herkunftslandes begleitet werden:

 

  • Früchte von Solanum aethiopicum (Äthiopische Eierfrucht), Solanum macrocarpon (Afrikanische Aubergine) mit Ursprung in Afrika oder in Nord- und Südamerika (inkl. Mittelamerika).
  • Pflanzen – ausgenommen bestäubungsfähiger Pollen, pflanzliche Gewebekulturen, Samen und Körner – von Zea mays mit Ursprung in Afrika oder in Nord- und Südamerika (inkl. Mittelamerika).

 

Darüber hinaus ist für die oben stehenden Waren auch die Angabe einer "zusätzlichen Erklärung" ("additional declaration") auf dem Pflanzengesundheitszeugnis erforderlich.

Für folgende Waren werden die Anforderungen betreffend die auf dem Pflanzengesundheitszeugnis verlangten "zusätzlichen Erklärungen" geändert bzw. erweitert:

 

  • Früchte von Capsicum, Momordica

 

Die rechtliche Grundlage für diese Änderungen bildet der Durchführungsbeschluss (EU) 2018/638, durch den Dringlichkeitsmaßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung des Schadorganismus Spodoptera frugiperda festgelegt wurden. Nähere Informationen zu dem Schädling und den Rechtsgrundlagen finden Sie unter:

Die MitarbeiterInnen des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes (Bereich Landwirtschaft) stehen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Nähere Informationen zur phytosanitären Importkontrolle finden Sie hier.

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