Toleranzen Kokzidiostatika

Zulässige Höchstgehalte

Zulässige Höchstgehalte an Kokzidiostatika- und Histomonostatika-Rückständen in Futtermitteln und deren Hintergrund: Kokzidiostatika werden vorbeugend zur Verhütung der Kokzidiose bei Hühnern, Puten und Mastkaninchen über das Mischfutter eingesetzt.  Diese Zusatzstoffe sind nur für wenige Tierarten unter bestimmten Fütterungsbedingungen zugelassen.

 

Durch beispielsweise der Herstellung verschiedener Mischfuttermittel auf einer Produktionslinie kann es - trotz Anwendung einer guten Herstellungspraxis - zu einer Verschleppung ("carry over") der medikamentösen Futtermittel mit anderen Futtermitteln kommen. Wegen dieser technisch unvermeidbaren Verschleppungen wurden mit der Richtlinie 2009/8/EG der Kommission vom 10. Februar 2009 zulässige Höchstgehalte für die Verschleppung aller zugelassenen Kokzidiostatika eingeführt (siehe unten).

 

Als genereller Grundsatz zur Festlegung von Kokzidiostatika-Rückständen wurde das ALARA-Prinzip (="as low as reasonably achievable", so niedrig wie vernüftigerweise erreichbar) angewendet. Aufgrund der unterschiedlichen Empfindlichkeit der einzelnen Tierarten wurden die Toleranzwerte für den carry over mit 1% bzw. 3% des zugelassenen Höchstgehaltes bei der Zieltierart festgelegt. Im Anhang finden Sie die Tabelle mit den Höchstgehalten für die Verschleppung gemäß. RL 2009/8/EG:

In der AGES werden Futtermittel regelmäßig auf das Vorkommen von Kokzidiostatika/Histomonostatika am Institut für Tierernährung und Futtermittel untersucht.

Weiterführende Informationen

Auf der AGES-Homepage finden Sie weitere Informationen zum Thema Kokzidiose und der Verschleppung von Kokzidiostatika/Histomonstatika bis hin zu deren Rückständen in Lebensmitteln.

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