Pflanzengesundheit: Änderung der Pflanzenschutzverordnung betreffend Kleinmengen

Pflanzenschutzdienst

Die "Kleinmengen" gemäß § 16 der Pflanzenschutzverordnung 2011 wurden geändert.

Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) informiert über eine Änderung der Pflanzenschutzverordnung 2011, die am 15.07.2016 in Kraft getreten ist.

Gemäß § 16 können "Kleinmengen" von phytosanitär kontrollpflichtigen Waren ohne Registrierung als Einführer, ohne Pflanzengesundheitszeugnis und ohne Importkontrolle eingeführt werden, vorausgesetzt, dass diese nicht zu erwerbsmäßigen Zwecken dienen und keine Gefahr einer Ausbreitung von Schadorganismen besteht.

Die Liste dieser "Kleinmengen" wird (je Person) auf folgende Waren mit Ursprung in europäischen Nicht-EU-Staaten und Ländern des Mittelmeerraumes (zB. Ägypten, Israel, Türkei etc.) reduziert:

  • 50 Stück Schnittblumen
  • 3 kg Obst und Fruchtgemüse

Für Waren mit Ursprung in außereuropäischen Ländern (ausgenommen Mittelmeerländer) gibt es keine Ausnahmebestimmungen mehr.

Für Pflanzen, zum Anpflanzen bestimmt (dazu zählen u.a. auch Stecklinge, Gewebekulturen, Knollen, Zwiebeln, Wurzelstöcke), muss daher jedenfalls ein Pflanzengesundheitszeugnis des Herkunftslandes vorgelegt werden und ggf. das Bundesamt für Ernährungssicherheit zur Durchführung der phytosanitären Einfuhrkontrolle verständigt werden (pflanzenschutzdienst@baes.gv.at).

Link zur Änderung der Pflanzenschutzverordnung 2011 (BGBl. II Nr. 189/2016)

Die MitarbeiterInnen des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes stehen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

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