Pflanzengesundheit: Einfuhrverbote von Hochrisikopflanzen ab 14. Dezember 2019

Pflanzenschutzdienst

Gemäß der Durchführungsverordnung (EU) 2018/2019 unterliegen bestimmte "Hochrisikopflanzen" aus Drittländern ab 14. Dezember 2019 einem Einfuhrverbot.

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) informiert über die Durchführungsverordnung (EU) 2018/2019 der Kommission, durch die ab 14.12.2019 ein Einfuhrverbot der unten aufgezählten "Hochrisikopflanzen" aus Drittländern geltend wird.

Diese Pflanzen und pflanzlichen Produkte dienen als Wirt für häufige Schädlinge, die bei einer Einschleppung in die EU große wirtschaftliche oder ökologische Schäden verursachen würden.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die nationale Pflanzenschutzorganisation eines Drittlandes gemäß Durchführungsverordnung (EU) 2018/2018 Daten, die einen sicheren Handel belegen sollen, an die Europäische Kommission übermittelt, damit diese eine Bewertung des Einschleppungsrisikos durch die jeweiligen Pflanzen bzw. pflanzlichen Produkte durchführt. Die Möglichkeit einer Einfuhr ist letztendlich vom Ergebnis dieser Risikoanalyse abhängig.

Da bis zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: November 2019) keine Ergebnisse solcher Risikoanalysen vorliegen, gilt das Importverbot ab 14. Dezember 2019 für folgende Pflanzen und pflanzlichen Produkte:

  • Pflanzen, zum Anpflanzen bestimmt, ausgenommen Samen, In-vitro-Material und auf natürliche oder künstliche Weise kleinwüchsig gehaltene Gehölze ("Bonsai") folgender Gattungen:
    • Acacia (Akazie)
    • Acer (Ahorn)
    • Albizia (Seidenakazie)
    • Alnus (Erle)
    • Annona (Annone, Zimtapfel)
    • Bauhinia (Orchideenbäume)
    • Berberis (Berberitze)
    • Betula (Birke)
    • Caesalpinia
    • Cassia
    • Castanea (Edelkastanie, Maroni)
    • Cornus (Hartriegel)
    • Corylus (Hasel)
    • Crataegus (Rot-, Weißdorn)
    • Diospyros (Kaki, Ebenholzbäume)
    • Fagus (Buche)
    • Ficus carica (Feige)
    • Fraxinus (Esche)
    • Hamamelis (Zaubernuss)
    • Jasminum (Jasmin)
    • Juglans (Walnuss)
    • Ligustrum (Liguster)
    • Lonicera (Geißblatt)
    • Malus (Apfel)
    • Nerium (Oleander)
    • Persea (Avocado)
    • Populus (Pappel)
    • Prunus (Steinobst-Arten)
    • Quercus (Eiche)
    • Robinia (Robinie, Scheinakazie)
    • Salix (Weide)
    • Sorbus (Eberesche, Mehlbeere, usw.)
    • Taxus (Eibe)
    • Tilia (Linde)
    • Ulmus (Ulme)
  • Pflanzen und Pflanzenteile von Ullucus tuberosus (Olluco, Ulluco)
  • Früchte von Momordica (Bittergurke), die aus Drittländern oder Gebieten in Drittländern stammen, in denen Thrips palmi  bekanntermaßen auftritt und in denen keine wirksamen Maßnahmen zur Eindämmung des Schädlings ergriffen wurden

Den Importeuren wird empfohlen, sich vor einer Einfuhr rechtzeitig zu informieren, damit über den aktuellen Status der jeweiligen Waren informiert werden kann.

Das Team des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes steht für diese Informationen gerne zur Verfügung.

Hier finden Sie zusätzlich nähere Informationen zu den neuen phytosanitären Bestimmungen ab 14. Dezember 2019 und Allgemeines zur phytosanitären Importkontrolle.

This page has been translated using translation software.
to top