Versuche zu Forschungs- und Entwicklungszwecken gem. Artikel 54 Verordnung (EG) 1107/2009

Allgemeine Information zu Versuchen

Versuche sind ein wichtiges Instrument um die fortschrittliche Entwicklung der Landwirtschaft gewährleisten zu können.  Den entsprechenden Rahmen sollen dabei ausreichend geschulte Fachkräfte bieten. Im Zuge der Durchführung von genehmigten Versuchen ist auf die „Good Experimental Practice“ (GEP) zu achten.  Die Genehmigung eines Versuches erteilt das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) auf Antrag. Rechtsgrundlage ist Artikel 54 der Verordnung (EG) 1107/2009. Durch die nachfolgenden Leitlinien soll die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Versuchstätigkeiten im Pflanzenschutzmittelbereich gewährleistet werden.

Hintergrund

Gemäß Artikel 54 der VO 1107/2009 können Experimente und Versuche zu Forschungs- und Entwicklungszwecken, bei denen ein nicht zugelassenes Pflanzenschutzmittel in die Umwelt freigesetzt wird oder es zu einer unzulässigen Verwendung eines Pflanzenschutzmittels kommt, durchgeführt werden, sofern der Mitgliedstaat, auf dessen Gebiet dieses Experiment oder dieser Versuch ablaufen soll, die verfügbaren Daten bewertet und eine Genehmigung für Versuchszwecke erteilt hat.

Zweck eines Versuches

Versuche können gemäß Artikel 54 entweder für zugelassene oder nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel, für eine nicht zugelassene Verwendung oder Nützlinge beantragt werden. Das Potential einer neuen Erkenntnis muss dabei dem Versuch zu Grunde liegen, wobei der Versuch entweder wissenschaftlich, technisch oder fachlich zu solch einer neuen Erkenntnis beitragen können muss.

Die neuen Leitlinien sollen helfen das Antragsverfahren zu vereinfachen, und die Bearbeitung durch die Behörde zu beschleunigen. Darin werden die genauen Abläufe der Antragsstellung erläutert, wie auch das neue Antragsformular entsprechend erklärt.
Mit 01.06.2019 treten die neuen Versuchsleitlinien des Bundesamtes für Ernährungssicherheit in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt ist ausschließlich die Verwendung des auf der BAES-Webpage bereitgestellten Antragsformulars zulässig.

Die Kommunikation in Bezug auf Versuchstätigkeiten ist ausschließlich über folgende E-Mail Adresse zu führen: pflanzenschutzmittel-versuchebaes.gvat

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