Zum Inhalt . Zur Navigation . Zur Suche

Bundesamt für Ernährungssicherheit

Ausprägungsstufen der Sorteneigenschaften

Ausprägungsstufen

1 = im Allgemeinen günstig, 9 = im Allgemeinen ungünstig

 

       
Note Ährenschieben, Blühbeginn, Reifezeit Wuchshöhe Jugendentwicklung usw.
1 sehr früh sehr kurz sehr gut (sehr rasch)
2 sehr früh bis früh sehr kurz bis kurz sehr gut bis gut
3 früh kurz  gut (rasch)
4 früh bis mittel kurz bis mittel  mittel bis gut
5 mittel mittel mittel (mittel)
6 mittel bis spät mittel bis lang mittel bis gering
7 spät  lang  gering (langsam)
8 spät bis sehr spät lang bis sehr lang gering bis sehr gering
9 sehr spät sehr lang sehr gering (sehr langsam)
       
Note Neigung zu: Auswinterung, Lager, Auswuchs usw.    Anfälligkeit für:    Krankheiten usw. Kornertrag, Knollenertrag, Stärkeertrag, Blattertrag, Trockensubstanzertrag, Qualitätsmerkmale1) Rohfasergehalt, Glucosinolatgehalt, Alpha-Amino-N-Gehalt, Mehl-Schrot-Differenz, Keimfreudigkeit
1 Fehlend bis sehr gering sehr hoch  sehr niedrig
2 sehr gering bis gering sehr hoch bis hoch  sehr niedrig bis niedrig
3 gering  hoch  niedrig
4 gering bis mittel  hoch bis mittel  niedrig bis mittel
5 mittel  mittel  mittel
6 mittel bis stark  mittel bis niedrig  mittel bis hoch
7 stark  niedrig  hoch
8 stark bis sehr stark  niedrig bis sehr niedrig  hoch bis sehr hoch
9 sehr stark  sehr niedrig sehr hoch

 

1)  Ausgenommen die Backqualitätsgruppen (Weichweizen), Dunkelfleckigkeit (Durumweizen), Rohfasergehalt (Gerste, Hafer), Mehl-Schrot-Differenz (Gerste), Beta-Glucan-Gehalt (Gerste), Würzefarbe (Gerste), Keimfreudigkeit (Kartoffel), Alpha-Amino-N-Gehalt (Zuckerrübe) und Glucosinolatgehalt (Körnerraps)

 

Erklärung im Detail

  • Das in den Tabellen genannte "Züchterland" bezieht sich auf den Ursprungszüchter.
  • Die Eigenschaften werden meist mit Ausprägungsstufen (Noten von 1-9) beschrieben. Niedrige Noten bedeuten im Allgemeinen eine günstige und hohe eine ungünstige Ausprägung, eine mittlere Ausprägung wird mit der Note 5 bewertet, für einige Merkmale werden Zwischennoten vergeben.
  • In Einzelfällen ist die "1 = Günstig, 9 = Ungünstig - Regel" nicht zutreffend. Bei Weichweizen ist die Skalierung der Backqualitätsgruppe gestürzt (9 = sehr hohe Backqualität, 1 = sehr niedrige Backqualität). Langhalmige Getreidesorten werden mit hohen Noten (d.h. ungünstig) bewertet. Für Biobedingungen sind jedoch mittellang- oder langhalmige Sorten in Hinblick auf die Unkrautunterdrückung meist sinnvoller. Auch Betriebe mit erhöhtem Einstreubedarf bevorzugen derartige Genotypen. Weiters sind Ackerbohnen- oder Körnererbsensorten mit hohem Tausendkorngewicht (d.h. niedriger Ausprägungsstufe) aufgrund der Saatgutkosten weniger erwünscht.
  • Eine hohe Ausprägungsstufe bei Krankheiten (z.B. Note 7, 8 oder 9) bedeutet nicht, dass zwangsläufig mit einem starken Befall zu rechnen ist. Denn in einigen Gebieten sind bestimmte Krankheiten generell unbedeutend (z.B. Rhynchosporium der Gerste und Septoria tritici des Weizens in Ostösterreich, Gerstenmehltau in Kärnten, Roggenmehltau im Mühl- und Waldviertel).
  • Ist die Datenbasis nicht ausreichend, wird die Sorte im betreffenden Merkmal vorläufig beurteilt (Note in Klammer gesetzt) bzw. nicht eingestuft. Einzelne Krankheiten (z.B. Pseudocercosporella-Halmbruch und Schwarzbeinigkeit des Getreides, Zwergsteinbrand) sind aufgrund einer geringen Zahl geeigneter Ergebnisse nicht beschrieben.
  • Die Einstufungen beziehen sich im strengen Sinne nur auf die jeweilige Pflanzenart. Bei einigen Merkmalen (z.B. die Mehrzahl der Qualitätseigenschaften von Weichweizen, Durumweizen, Gerste, Triticale und Hafer) wurden die Skalen so gelegt, dass näherungsweise auch ein Vergleich zwischen der Winter- und Sommerform dieser Getreidearten möglich ist. Bei Mais und Kartoffel ist eine exakte Vergleichbarkeit nur innerhalb der Reifegruppen gegeben.
Zum Seitenanfang springen

Zum Seitenanfang springen