Pflanzenschutzmittel: Novelle zur Pflanzenschutzmittelverordnung

Novelle zur Pflanzenschutzmittelverordnung 2011 am 29.7.2015 kundgemacht

Durch die vorliegende Neuregelung der Pflanzenschutzmittelverordnung wird die Sensibilisierung der Konsumentinnen und Konsumenten im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln verstärkt, da alle Vertreiber und Berater von Pflanzenschutzmitteln seit 26.11.2015 im Besitz einer Bescheinigung über eine fachspezifische Ausbildung sein müssen.

Um eine flächendeckende Schulung aller Pflanzenschutzmittelverkäufer zu gewährleisten, hat das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) bereits 2014 ein umfassendes Schulungsprogramm mit Direktkursen sowie „Train-the-Trainer“-Ausbildungen entwickelt, welches 2015 durch die Einführung eines „E-Learning-Systems“ erweitert wurde. Dadurch war es dem BAES möglich, bisher mehr als 4.000 Personen über die Rechtsgrundlagen und Risiken von Pflanzenschutzmitteln zu schulen.


Durch diese umfassende Ausbildung der Pflanzenschutzmittel-Verkäufer ist gewährleistet, dass alle Käufer dieser Produkte ab 26.11.2015 bestmöglich über die Risiken der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln aufgeklärt werden. Professionelle Verkäufer von Pflanzenschutzmitteln müssen somit in der Lage sein, sachgerechte Auskünfte über die richtige Anwendung dieser Produkte geben zu können.


Die Risikominimierung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird dadurch verstärkt, dass Pflanzenschutzmittel für die berufliche Verwendung ausdrücklich nur an berufliche Verwender mit einer entsprechenden fachspezifischen Ausbildung verkauft werden können. Ab dem 26. 11. 2015 sind daher alle beruflichen Verwender von Pflanzenschutzmitteln verpflichtet, beim Kauf von Pflanzenschutzmitteln nachzuweisen, dass sie „sachkundig“ im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sind.


Konsumentinnen und Konsumenten können weiterhin nur im Fachhandel solche Pflanzenschutzmittel erwerben, die eigens für die Verwendung im Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sind. Pflanzenschutzmittel für den Haus- und Kleingartenbereich dürfen darüber hinaus keine schwerwiegenden gefährlichen Eigenschaften aufweisen.

Bitte beachten Sie dazu auch das entsprechende Schulungsangebot des Bundesamtes für Ernährungssicherheit

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