Amtlicher Pflanzenschutzdienst

 

Das Risiko, Schadorganismen in Europa und in weiterer Folge nach Österreich einzuschleppen, hat sich in den letzten Jahrzehnten durch zunehmenden weltweiten Handel und rasche Transporte sowie der Auswirkungen der Klimaänderung erhöht. Gesetze auf internationaler Ebene (IPPC und Europäische Union) und nationaler Ebene (Pflanzenschutzgesetz 2011) regeln Maßnahmen gegen die Einschleppung und Verbreitung dieser Quarantäneschadorganismen.

Die Oberbehörde des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes ist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Dem Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) und dem Bundesamt für Wald (BFW) kommen Aufgaben als Behörde erster Instanz bei der Einfuhr zu.

Der Amtliche Pflanzenschutzdienst ist im Rahmen des Bundesamtes für Ernährungssicherheit (BAES) als Behörde erster Instanz für den Vollzug des 4. Abschnittes des Pflanzenschutzgesetzes 2011 i.d.g.F. zuständig. Dies betrifft die pflanzengesundheitliche Kontrolle beim Import von Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen und anderen Gegenständen aus Drittländern im landwirtschaftlichen Bereich einschließlich Einfuhrbewilligungen.

Weiters erfolgt die österreichweite Koordination und die Bereitstellung von Expertise im Zusammenhang mit Aufgaben des Pflanzenschutzgesetzes (z.B. Mehrjähriger Integrierter Kontrollplan [MIK], Monitoring, Meldewesen, Ausbildungsprogramm) und die Zusammenarbeit mit Behörden auf dem Gebiet der Pflanzengesundheit. Innerhalb der EU wird die Vertretung Österreichs im Ständigen Ausschuss für Pflanzenschutz (SCoPAFF) sowie in technischen Arbeitsgruppen und Programmen der EU wahrgenommen. Auf internationaler Ebene findet Informationsaustausch und Zusammenarbeit mit Organisationen sowie Pflanzenschutzdiensten von Drittländern statt.

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